Kunst verkaufen – Deine eigenen Kunstwerke gekonnt vermarkten

green and white leafed plantsDeine Kunstwerke hast du bestimmt schon bei dir zu Hause aufgehängt und an Familie und Freunde verschenkt. Möglicherweise denkst du nun daran, deine Bilder zu verkaufen und damit Geld zu verdienen. Vielleicht soll die Kunst mit der Zeit auch zu einem Nebenverdienst werden. Hier erfährst du, wie und wo du deine Kunst am besten verkaufen kannst. Zudem zeigen wir dir, wie du die Preise für deine Gemälde festsetzt und dir deine eigene Marke aufbaust. Mithilfe unseres Kunstrechners kannst du zudem den Preis deiner Kunstwerke berechnen.

Die eigene Kunst verkaufen: Darauf musst du achten

Möchtest du deine Kunstwerke verkaufen, solltest du dir zunächst über folgende Dinge Gedanken machen:

Welchen Künstlernamen möchtest du dir wählen und wie baust du dir damit eine Marke auf?

Welche Preise sind für deine Kunstwerke angemessen?

Auf welchen Wegen möchtest du deine Gemälde verkaufen?

Um dir eine eigene Künstler-Marke aufzubauen, solltest du beachten, dass deine Kunstwerke einzigartig sind und einen Erkennungswert haben. Es empfiehlt sich nicht, besonders viele verschiedene Arten an Kunstrichtungen herzustellen, die alle sehr unterschiedlich sind. Du kannst verschiedene Kunststile ausprobieren und anbieten und stilistisch passende Bilderserien erstellen, wie es auch viele bekannte Künstler zuvorgetan haben. Für Ausstellungen solltest du dich allerdings auf einen oder wenige Stile beschränken, damit deine Kunstobjekte einen Wiedererkennungswert für die Interessenten haben.

Marke aufbauen und Werke sichtbar machen

Als ersten Schritt musst du deine Werke für potenzielle Käufer sichtbar machen. Ohne Sichtbarkeit und Reichweite wird es schwierig sein deine Bilder zu verkaufen. Früher musste man seine Werke in Kunstgalerien ausstellen, um sich als Künstler einen Namen zu machen. Wurde man von einer oder am besten gleich mehrerer Kunstgalerien unter Vertrag genommen, so hatte man einen guten Start für die eigene Künstler-Karriere.

Durch das Internet hat sich der Kunstmarkt in den letzten Jahren stark verändert und es gibt nur noch wenige Kunstgalerien. Langfristig haben nur noch ganz große Galerien oder diese, die auf eine Nische spezialisiert sind eine Chance.

Deine Kunst online verkaufen

Um deine Kunstwerke im Internet sichtbar zu machen, benötigst du vorteilhafterweise kaum finanzielle Mittel und kannst verschiedene Seiten nutzen. Das Einrichten der Profile und Seiten ist allerdings sehr zeitaufwendig. Zudem solltest du Seiten auch regelmäßig aktualisieren, wofür du ebenfalls Zeit einplanen musst. Möchtest du eine eigene Website einrichten, musst du diese regelmäßig pflegen. Dieser Zeitaufwand ist allerdings unerlässlich, wenn du deine Kunst online verkaufen willst.

Das Internet bietet dir vielfältige Möglichkeiten um deine Sichtbarkeit zu erhöhen:

Deine eigene Website

Eine eigene Künstler-Website bietet dir viele Vorteile: du kannst das Design und die Inhalte selbst wählen sowie die Verlinkungen. Außerdem ist dies ein besonders langfristiger Weg, da andere Plattformen deine Inhalte jederzeit löschen können oder den Seitenbetrieb einstellen. Auch die Erstellung eines eigenen Shops ist heutzutage sehr einfach und ohne Fachkenntnisse möglich. Dieser bietet dir die Kontrolle über den gesamten Ablauf. So kannst du deine Produkte präsentieren, wie du es möchtest, den Kaufvorgang frei gestalten und auch den Kundenkontakt durch beispielsweise Newsletter aufbauen und festigen.

Selbstgemalte Bilder verkaufen in Online-Galerien und Online-Shops

Wenn du keine eigene Website erstellen möchtest, sind Online-Galerien und Shops, wie Beispielsweise Etsy eine gute Alternative. Du erstellst dabei eine eigene Seite, auf der du deine Kunstwerke präsentierst und beschreibst sowie den Preis festlegst. Bei dieser Alternative hast du etwas weniger Kontrolle als bei einer eigenen Website. Bei den meisten Anbietern zahlst du einen monatlichen Beitrag oder pro Kunstwerk einen bestimmten Betrag. In seltenen Fällen zahlst du eine Provision deiner verkauften Kunstwerke.

An diesen Zahlungsmöglichkeiten sieht man, dass die Verkäufe über solche Anbieter nicht so gut laufen. Andernfalls wäre die Bezahlung auf Provisionsbasis wesentlich verbreiteter. Der Anbieter möchte dieses Risiko aber nicht eingehen, sondern lieber monatlich einen festen Betrag kassieren. So ist es ihm egal, ob überhaupt etwas verkauft wird.

Entscheidest du dich für diese Verkaufsart, musst du bedenken, den Preis entsprechend zu wählen. Teure Objekte werden über das Internet in der Regel nur selten gekauft, da hierbei die Möglichkeit fehlt, diese detailliert zu begutachten.

Nutzung der sozialen Medien

Profile auf den social Media Plattformen, wie Facebook, Instagram und Pinterest, helfen dabei die eigene Präsenz und Bekanntheit zu erhöhen. Allerdings sollten diese keinen zu hohen Stellenwert einnehmen, wie es bei vielen Künstlern der Fall ist. Denn diese Kanäle sind für den eigentlichen Verkauf nicht entscheidend. Die Nutzung der sozialen Medien unterstützt das Gesehenwerden, allerdings in den meisten Fällen nur zwischen den Künstlern untereinander.

Viele legen großen Wert auf zahlreiche Likes und Followers, doch das bringt einem keinen großen Nutzen, da sich unter den Followern nur selten potenzielle Käufer befinden. Als Unterstützung kannst du Profile auf den sozialen Medien gut nutzen, da sie für einige Besucher auf deiner Website sorgen und deinen Bekanntheitsgrad etwas erhöhen können.

Die besten Möglichkeiten um deine Kunst online zu verkaufen

Online kannst du im Grunde direkt loslegen und deine Kunst verkaufen. Hier findest du eine Zusammenfassung über die Plattformen, die sich dafür am besten eignen:

Eigene Website: Dies ist die beste Variante, um dich als Künstler darzustellen und deine Kunstwerke zu verkaufen. Ist dir der Aufwand zu hoch, deine eigene Website komplett eigenständig zu gestalten, kannst du auf Dienste wie WordPress online zurückgreifen oder du verwendest Baukästen wie Wix.com, mit denen du dir deine Homepage ganz einfach erstellen kannst. Allerdings ist der Zeitaufwand auch mit diesen Hilfsmitteln nicht zu unterschätzen. Verkauf über Facebook: Du kannst für den Verkauf deiner Kunstwerke auch Verkaufsgruppen von Facebook nutzen oder du erstellst eine eigene Seite auf Facebook über dich als Künstler. Beachte hierbei aber, dass sich vor allem in den Verkaufsgruppen hauptsächlich Künstler befinden und es daher schwierig wird darüber potenzielle Käufer zu finden. Verkauf über Plattformen: Zum Verkauf deiner Kunst kannst du zwischen verschiedenen Plattformen wählen, welche sich für deine Kunstwerke eignen, musst du selbst erproben. Du musst dabei auch berücksichtigen, in welchem Land die Plattform angesiedelt ist und wo du dich befindest. Verkaufst du deine Kunstwerke beispielsweise aus der Schweiz, musst du für den Versand den Zoll und die höheren Versandgebühren einberechnen. Mögliche Plattformen sind beispielsweise Etsy.com und DaWanda. DaWanda können wir dir empfehlen, da diese Plattform sich auf den deutschsprachigen Markt konzentriert. Auch die Plattform vondir.de könntest du dir näher anschauen. Verkauf über Online Galerien: Hast du hochwertigere und dementsprechend teurere Kunstwerke, die du verkaufen möchtest, bietet sich der Verkauf über Online Galerien, wie beispielsweise Artsy.net an. Allgemeine Plattformen (Ebay): Über diese Plattformen kannst du deine Kunst ebenfalls verkaufen. Probiere aus, ob diese Möglichkeit für den Verkauf deiner Kunstwerke geeignet ist. Verkauf über Amazon: Amazon eignet sich ebenfalls zum Verkauf, allerdings eher für mehrere gleiche Exemplare, also Reproduktionen und Drucke deiner Kunstwerke.

Tipp: Du kannst auch Abbilder deiner Kunstwerke auf verschiedene Produkte, wie beispielsweise Tassen, T-Shirts oder Kalender drucken lassen. Hierbei gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten.

Kunst offline verkaufen

Deine Kunst im Internet anzubieten ist zwar eine gute Option, allerdings gibt es viele Menschen die kein Bild eines unbekannten Künstlers im Internet erwerben würden. Im Internet ist kein direkter Kontakt mit dem Künstler möglich und das Kunstwerk kann nicht, wie in einem Laden, von allen Seiten betrachtet werden. Auf einem Foto im Internet können Größe und Farben des Bildes nur eingeschränkt dargestellt werden. Je nachdem um was für ein Kunstwerk es sich handelt, kann auch die Haptik eine große Rolle spielen.

(Kunst)- Märkte

Bist du noch unerfahren, was den Verkauf deiner Kunstwerke auf Ausstellungen betrifft, kann ein Kunstmarkt oder ein allgemeiner Markt ein guter Einstieg in den Verkauf sein. Die Gebühren für einen Stand sind meist relativ gering, sodass du bereits ab 50 Euro deine Kunstwerke ein Wochenende lang auf einem Stand präsentieren kannst.

Bei dieser Möglichkeit solltest du allerdings bedenken, dass die meisten Besucher des Marktes nicht in erster Linie an Kunst interessiert sind. Viele wollen sich nur mal umschauen. Zudem kannst du auch finanziell keine allzu hohen Einnahmen erwarten. In der Regel finden Bilder zwischen 30 und 80 noch einen Käufer. Für hochwertigere und teurere Kunstwerke sind Märkte allerdings nicht der richtige Ort.

Bedenke bei Märkten die draußen stattfinden, dass Regen deinen Kunstwerken schaden könnte.

Kunsthandwerkausstellungen

Eine Kunsthandwerkausstellung wird in der Regel von einem Komitee oder einer einzelnen Person organisiert. Die Ausstellungen dauern häufig zwei oder drei Tage lang an. Dabei mieten mehrere Künstler zusammen einen Ausstellungsraum und präsentieren dort ihre Werke. Für ein Wochenende betragen die Kosten in der Regel zwischen 100 bis 300 Euro. Bestimmt findest du solch eine Kunsthandwerkausstellung auch in deiner Nähe.

Bei den Besuchern handelt es sich um die Kontakte der Teilnehmer sowie der Interessierten, die durch Werbung davon erfahren haben. Solch eine Ausstellung bietet dir eine gute Möglichkeit um deine Kunstwerke auszustellen und auch etwas davon zu verkaufen. Wichtig ist, dass du darauf achtest, was die anderen Mitkünstler anbieten. Es ist vermutlich nicht hilfreich, wenn die Mitkünstler etwas Selbstgebasteltes zu niedrigen Preisen anbieten, während du deine hochwertigen Bilder für mehrere Hundert Euro verkaufen möchtest.

Ausstellung in einem Atelier

Wenn du selbst ein eigenes Atelier hast, könntest du deine Bekannten dorthin zu einer Ausstellung einladen. Am besten lädst du noch einen weiteren Künstler ein, der ebenfalls seine Bekannten dazu holt. So kannst du deine Kunstwerke und Bilder anderen Menschen zeigen und deinen Bekanntheitsgrad erhöhen. Die Menschen sehen deinen Arbeitsbereich und werden eventuell von diesem kreativen Umfeld zum Kaufen angeregt.

Ausstellung in Kunstgalerien

Möchtest du hochwertige Bilder zu höheren Preisen verkaufen, bietet sich die Ausstellung in einer Kunstgalerie an. Hierbei gibt es drei Arten von Galerien: Kleinere, regionale Galerien, die eher unbekannt sind und keinen großen Kundenstamm haben, regionale oder nationale Kunstgalerien, die sich in der Kunstszene etabliert haben und einen größeren Kundenstamm haben und bekannte internationale Galerien.

Die Kunstgalerien haben viele Vorteile und können ein guter Weg sein deine Kunst zu verkaufen. Die Bilder und Kunstwerke werden nicht nur ein Wochenende lang ausgestellt, sondern häufig auch über mehrere Monate. Als Künstler bist du zur Eröffnung (Vernissage) anwesend und zum Ende der Kunstgalerie (Finissage). Der Galerist verkauft deine Werke für dich während der Ausstellung. So musst du nicht die ganze Zeit über anwesend sein und sparst dir viel Zeit.

Zusammenfassung der Aufgaben einer Kunstgalerie:

Sorgt für die Räumlichkeiten

Gestaltet, druckt und verteilt Einladungen und Plakate

Zusätzlich informiert sie den Kundenstamm mit einem Newsletter

Sorgt für Werbung durch Presse und Medien

Organisiert die Vernissage und Finissage (Getränke, Häppchen)

Übernimmt die Verkäufe für dich

Insgesamt klingt die Ausstellung in einer Kunstgalerie zunächst nach der idealen Vertriebsmöglichkeit. Allerdings musst du zum einen erst einmal von einer Galerie aufgenommen werden. Dies ist bei größeren und seriösen Galerien nicht einfach. Zum anderen ist der Vertrieb in einer Kunstgalerie meist mit hohen Kosten verbunden, sodass du am Ende im schlimmsten Fall sogar mehr ausgibst, als du einnimmst.

Kleinere, unbekannte Kunstgalerien ohne Laufkundschaft und großen Kundenstamm

Die Ausstellung in einer solchen Galerie ist für unbekannte Künstler der einfachste Weg. Hierbei solltest du dich allerdings im Vorfeld genau über die Galerie und die Bedingungen informieren. Diese Galerien werden in den meisten Fällen nicht über die Verkäufe finanziert, sondern über eine Gebühr, die der Künstler für die Ausstellung zahlen musst.

Die Kosten für solch eine Kunstgalerie können zum Beispiel so aussehen:

Stellst du deine Bilder drei Monate lang aus, bezahlst du beispielsweise eine Ausstellungsgebühr von 500 bis 1000 Euro. Die Höhe der Gebühr ist abhängig von dem Ort und der genutzten Fläche. Zusätzlich zahlst du 30 % deines Gewinns der Verkäufe. Verkaufst du beispielsweise 4 Bilder für je 300 Euro, nimmst du 1200 Euro durch den Verkauf ein. Die Ausgaben betragen 500 Euro Ausstellungsgebühr und 360 Euro Provision von deinem Erlös, also insgesamt 860 Euro. Somit würden dir noch 340 Euro netto bleiben.

Wie du siehst, bringen dir diese Kunstgalerien nur bedingt einen Gewinn ein. Der Vorteil dieser Galerien liegt eher darin, dass du deine Bekanntheit erhöhen und neue Kontakte knüpfen kannst. Es besteht allerdings das Risiko, dass du keins deiner Bilder verkaufst und durch die Ausstellungsgebühr Verluste machst. Daher sind diese Arten von Kunstgalerien eher weniger geeignet. Denn sie bereichern sich in erster Linie durch die hohen Gebühren der Künstler und der Verkauf der Bilder steht für die Veranstalter häufig eher im Hintergrund.

Regionale oder nationale Kunstgalerien mit größerem Kundenstamm

In erster Linie solltest du dich auf diese Kunstgalerien konzentrieren. Durch den großen Kundenstamm und die Laufkundschaft sind hierbei die Chancen größer deine Bilder zu verkaufen und keinen Verlust durch die Ausstellungsgebühr zu machen. Die Organisation ist hierbei meistens auch professioneller als bei kleinen, unbekannten Galerien. Diese Ausstellungen sind sehr beliebt und es wird nicht jeder aufgenommen, sodass es dementsprechend auch schwieriger bei solch einer Galerie einen Vertrag zu bekommen.

Bekannte internationale Galerien

Bei den bekannten und international tätigen Kunstgalerien sind hauptsächlich international bekannte Künstler unter Vertrag. Daher ist die Chance eher gering, dass du in solcher einer Galerie deine Kunstwerke präsentieren wirst.

So findest du den richtigen Preis für deine Kunst

Bei den Preisen für deine Kunstwerke musst du dich zunächst fragen, ob du mit dem Verkauf nur die Materialkosten wieder erhalten möchtest oder auf eine angemessene Bezahlung für deinen Arbeitsaufwand bekommen willst. Vielleicht soll deine künstlerische Tätigkeit auch zu einem Nebenverdienst ausgebaut werden.

Bei der Preisfindung gibt es im Grunde keine richtige oder falsche Möglichkeit. Neben den Kosten für die Materialien kannst du auch noch weitere Faktoren, wie dein Zeitaufwand oder Mietkosten für deinen Arbeitsraum berücksichtigen.

Unser Tipp: Setze deine Preise zunächst nicht zu hoch an und sammle Erfahrungen bei Kunstausstellungen. Siehe auch in deinem Umfeld nach, welche Preise dort angemessen sind. Dazu kannst du verschiedene Ausstellungen besuchen. Denn je nach Gebiet oder Bundesland variieren die Preise gelegentlich stark.

Die folgenden Möglichkeiten kannst du nutzen, um deine Preise zu berechnen:

Stundensatz + Materialkosten + weitere Ausgaben

Diese Berechnungsmöglichkeit ist einfach nachzuvollziehen: Du summierst deinen Arbeitsaufwand in Stunden mit deinen Ausgaben für Material und Weiteres. Um diese Formel anwenden zu können, musst du allerdings vorher deinen Stundenlohn festlegen. Vor allem, wenn du noch unerfahren im Verkauf deiner Kunst bist, kann es schwierig sein einen angemessenen Betrag dafür zu finden. Orientiere dich dabei am besten an den Preisen anderer Künstler in deinem Umfeld.

Eine Berechnung mit dieser Formel kann beispielsweise folgendermaßen aussehen:

(Stundenlohn x Anzahl der Stunden) + Kosten für Material (30 Euro Stundenlohn x 3 Stunden) + 30 Euro Materialkosten= 120 Euro Verkaufspreis

Rechner zur Berechnung des Preises deiner Kunstwerke

Payment options

Festlegung des Preises anhand der Größe des Bildes

Ebenfalls möglich ist die Berechnung des Preises anhand der Größe deines Kunstwerks. Diese Möglichkeit spiegelt die Wahrnehmung der Käufer wieder, da unbewusst oft angenommen wird, dass ein größeres Kunstwerk aufgrund der höheren Materialkosten auch mehr wert sein muss, was eine nachvollziehbare Denkweise ist. Neben der Größe des Bildes oder Kunstwerks spielt bei der Preisberechnung auch der sogenannte Künstlerfaktor eine Rolle. Dieser ist abhängig von der Bekanntheit des Künstlers und beträgt in der Regel einen Wert zwischen fünf und zehn.

Wir finden diese Möglichkeit der Preisberechnung allerdings nicht ganz so geeignet. Der Zeitaufwand, der je nach Technik variiert, wird hierbei nicht berücksichtigt. Die Verkaufspreise weichen stark von denen der ersten Möglichkeit ab.

Beispielhafte Preisberechnung:

(Höhe in cm + Breite in cm) x Künstlerfaktor (80 cm Höhe + 50 cm Breite) x 5 Künstlerfaktor= 650 Euro Verkaufspreis

Rechner nur Berechnung des Preises anhand der Größe

Payment options

Einbezug des Verkaufsmediums zur Preisfindung

Neben der Preisfindung spielen auch die Provisionen, die du je nach Absatzkanal zahlen musst, eine wesentliche Rolle:

Bei Direktverkauf oder privatem Verkauf ist keine Provision fällig

Bei Online-Shops (z.B. Etsy) beträgt die Provision einige Cent bis wenige Euro

Bei Kunstausstellungen oder Märkten müssen feste Ausstellungskosten gezahlt werden

Bei Kunstgalerien zahlst du bis zu 50 % der Einnahmen

Wie du siehst, erhältst du je nach Verkaufsart am Ende möglicherweise nur die Hälfte deines errechneten Verkaufspreises. Da kommt schnell der Gedanke auf, auf den Verkaufspreis die Provision, also bis zu 50 % dazu zurechnen. Doch ein zu hoher Preis kann deine Kunden verschrecken.

Tipp: Egal, über welchen Weg du deine Kunst verkaufst, sollte der Preis sich in einem gewissen Rahmen halten. Verkaufst du ein Bild im Internet und später in einer Kunstgalerie für einen deutlich höheren Preis, wirkt das auf deine Kunden eher unseriös.

Fazit zu den Berechnungsmöglichkeiten

Von uns bekommt die erste Preisfindungsmöglichkeit eine klare Empfehlung, da diese alle wichtigen Faktoren mit einbezieht: Zeitaufwand, Kosten für Material und zusätzliche Kosten für beispielsweise Miete. Berechnest du den Wert deines Kunstwerks nur anhand der Größe, werden die Materialkosten außer Acht gelassen, welche sich je nach Farbwahl (Acryl, Ölfarbe, Pastellkreide) stark unterscheiden können.

Deine Kunst professionell fotografieren

Verkaufst du deine Kunstwerke über das Internet, haben die Käufer nicht die Möglichkeit, sie in der Realität zu sehen und zu fühlen. Daher ist es besonders wichtig, dass du deine Kunstwerke mit professionellen Fotos präsentierst. Folgendes solltest du dafür beachten:

Auf dem Foto sollte die Größe deines Bildes gut erkennbar sein

Achte auf eine gute Qualität und Schärfe des Fotos

Verwende eine neutrale Beleuchtung, damit die Farben möglichst realistisch wirken

Verwende für Skulpturen oder Ähnliches Fotos aus verschiedenen Perspektiven

Bei kleineren Kunstwerken, wie beispielsweise Schmuck, solltest du den Hintergrund mitgestalten (beispielsweise Deko dazulegen)

Günstige und gelungene Fotos selbst aufnehmen

Kamera

Vermutlich besitzt du bereits eine Kamera, auch wenn es nur die deines Handys ist. Selbst mit diesen lassen sich heutzutage hochwertige Fotos aufnehmen. Allerdings fehlen hierbei häufig einige Einstellungsmöglichkeiten, wie die um einen manuellen Weißabgleich zu erstellen. Dieser ist notwendig, damit die Fotos deiner Kunstwerke von den Farben her möglichst realitätsnah sind. Hat deine Kamera diese Einstellung nicht, kannst du aber auch einige Tageslichtlampen verwenden.

Licht

Je nach Tageszeit und Jahreszeit kann es sein, dass deine Fotos bei einer Aufnahme bei Tageslicht einen nicht so schönen Farbstich aufweisen. Daher empfehlen wir die Verwendung von Tageslichtlampen. Diese lassen sich platzsparend beiseitelegen und du erhältst genau die Menge neutrales Licht, welche du zum Fotografieren deiner Kunst benötigst. Am besten besorgst du dir gleich zwei solcher Lampen, damit du dein Kunstwerk von zwei Seiten beleuchten kannst, so wirken deine Fotos professionell.

Hintergrund

Der Hintergrund ist ebenfalls zu beachten. Ist der Hintergrund neutral, wird das Augenmerk voll und ganz auf dein Kunstwerk gerichtet. Hierzu eignet sich am besten ein spezielles Hintergrundsystem. Dabei handelt es sich um zwei Stative, die mit einer Stange verbunden werden. An die Stange hängst du dann einen Hintergrundkarton (schwarz oder weiß), sodass du einen einfarbigen Hintergrund erhältst. Der Hintergrund ist zudem farblich neutral und lässt die Farben deines Bildes realitätsnah wirken.

Tipp: Ein Tisch zwischen den Stativen des Hintergrundsystems mit den zwei Tageslichtlampen bietet dir die perfekte Umgebung und professionelle Fotos aufzunehmen oder auch Videos für Facebook, Youtube oder ähnliches. Eine günstigere Alternative stellt ein Lichtwürfel dar, welcher sich für kleine Bilder oder kleine Skulpturen (max. 60 cm lang) eignet. Dieses System ist allerdings nicht zur Aufnahme von Videos geeignet.

Zusammenfassung des notwendigen Zubehörs für professionelle Fotos

Die folgenden Bestandteile eines günstigen Equipment-Sets für deine Fotografie können wir dir empfehlen:

Kamera (kann an einem Stativ befestigt werden)

Passendes Stativ für die Kamera

Teleskop Hintergrundsystem

Fotoleuchten Softbox

Rolle weißen Hintergrundkarton

Klemmzwingen

Unser Fazit

Bei den vielfältigen Möglichkeiten ist eine Fokussierung wichtig. Die Auswahl an Möglichkeiten deine Fotos zu verkaufen ist alleine schon im Internet nahezu unbegrenzt. Daher empfehlen wir dir, dich auf wenige Verkaufsmöglichkeiten zu beschränken und diese vollumfänglich zu nutzen. Probiere aus, mit welchen Verkaufskanälen du Erfolg hast, bis du eine geeignete gefunden hast. Mache dir aber klar, dass es nicht einfach sein wird die eigne Kunst zu verkaufen und du viel Zeit dafür einplanen musst, bis du deine Bekanntheit erhöht hast und deine Kunstwerke nicht nur an Freunde und die Familie verkaufst.

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